Immanuel Kant

Allgemeine Naturgeschichte und Theorie Des Himmels

oder Versuch von der Verfassung und dem mechanischen Ursprunge des ganzen Weltgebudes, nach Newtonischen Grundstzen abgehandelt.

Dem Allerdurchlauchtigsten, Grossmchtigsten Knige und Herrn,
Herrn
Friederich,
Knige von Preussen,
Markgrafen zu Brandenburg,
des H. R. Reichs Erzkmmerer und Kurfrsten,
Souverainen und obersten Herzoge von Schlesien.

Meinem Allergndigsten Knige und Herrn.

Allerdurchlauchtigster, Grossmchtigster Knig, Allergndigster Knig und Herr!

Die Empfindung der eigenen Unwrdigkeit und der Glanz des Thrones knnen meine Bldigkeit nich so kleinmthig machen, als die Gnade, die der allerhuldreichste Monarch ber all seine Unterthanen mit gleicher Grossmuth verbreitet, mir Hoffnung einflsst: dass die Kuhnheit, der ich mich unterwinde, nicht mit ungndigen Augen werde angesehen werden. Ich lege hiemit in allerunterthnigster Ehrfurcht eine der geringsten Proben desjenigen Eifers zu den Fssen Ew. Knigl. Majestt, womit Hchst Dero Akademien durch die Aufmunterung und den Schutz ihres erleuchteten Souverains zur Nacheiferung anderer Nationen in den Wissenschaften angetrieben werden. Wie beglckt wrde ich sein, wenn es gegenwrtigem Versuche gelingen mchte, den Bemhungen, womit der niedrigste und ehrfurchtsvollste Unterthan unausgesetzt bestrebt ist, sich dem Nutzen seines Vaterlandes einigermassen brauchbar zu machen, das allerhchste Wohlgefallen seines Monarchen zu erwerben. Ich ersterbe in tiefster Devotion,

Ew. Knigl. Majestt

allerunterthnigster Knecht,

der Verfasser
Knigsberg
den 14. Mrz 1755

 

Inhalt des ganzen Werks

Vorrede

Erster Theil

Kurzer Abriss der nthigsten Grundbegriffe der Newtonischen Weltwissenschaft, die zu dem Verstande des nachfolgenden erfordert werden

Abriss einer allgemeinen systematischen Verfassung unter den Fixsternen, aus den Phnomenis der Milchstrasse hergeleitet. hnlichkeit dieses Fixsternensystems mit dem Systeme der Planeten. Endeckung vieler solcher Systeme, die sich in der Weite des Himmels in Gestalt elliptischer Figuren zeigen. Neuer Begriff von der systematischen Verfassung der ganzen Schpfung.

Beschluss. Wahrscheinliche Vermuthung mehrerer Planeten ber dem Saturn aus dem Gesetze, nach welchem die Excentricitt der Planeten mit den Entfernungen zunimmt.

Von der systematischen Verfassung unter den Fixsternen

Zweiter Theil
Erstes Hauptstck

Grnde fr die Lehrverfassung eines mechanischen Ursprungs der Welt. Gegengrnde. Einziger Begriff unter allen mglichen, beiden genug zu thun. Erster Zustand der Natur. Zerstreuung der Elemente allere Materie durch den ganzen Weltraum. Erste Regung durch die Anziehung. Anfang der Bildung eines Krpers in dem Punkte der strksten Attraction. Allgemeine Senkung der Elemente gegen diesen Centralkrper. Zurckstossungskraft der feinsten Theile, darin die Materie aufgelset worden. Vernderte Richtung der sinkenden Bewegung durch die Verbindung dieser Kraft mit der erstern. Einfrmig Richtung aller dieser Bewegungen nach ebenderselben Gegend. Bestrebung aller Partikeln, sich zu einer gemeinschaftlichen Flche zu bringen und daselbst zu hufen. Mssigung der Geschwindigkeit ihrer Bewegung zu einem Gleichgewichte mit der Schwere des Abstandes ihres Orts. Freier Umlauf aller Theilchen um den Centralkrper in Zirkelkreisen. Bildung der Planeten aus diesen bewegten Elementen. Freie Bewegung der daraus zusammengesetzten Planeten in gleicher Richtung in gemeinschaftlichem Plane nahe beim Mittlepunkte beinahe in Cirkelkreisen und weiter von demselben mit zunehmenden Graden der Excentricitt.

Zweites Hauptstck

Handelt von der verschiedenen Dichtigkeit der Planeten und dem Verhltnisse ihrer Massen. Ursache, woher die nahen Planeten dichterer Art sind, als die entfernten. Unzulnglichkeit der Erkrung des Newton. Woher der Centralkrper leichterer Art ist, als die nchst um ihn laufende Kugeln. Verhltniss der Massen der Planeten nach der Proportion der Entfernungen. Ursache aus der Art der Erzeugung, woher der Centralkrper die grsste Masse hat. Ausrechnung der Dnnigkeit, in welcher all Elemente der Weltmaterie zerstreuet gewesen. Wahrscheinlichkeit und Nothwendigkeit dieser Verdnnung. Wichtiger Beweis der Art der Erzeugung der Himmelskrper aus einer merkwrdigen Analogie des Herrn de Buffon.

Drittes Hauptstck

Von der Excentricitt der Planetenkreise und dem Ursprunge der Kometen. Die Excentricitt nimmt gradweise mit den Entfernungen von der Sonne zu. Ursache diese Gesetzes aus der Kosmogonie. Woher die Kometenkreise von dem Plane der Elliptik frei ausschweifen. Beweis, dass die Kometen aus der leichtesten Gattung des Stoffes gebildet seien. Beilufige Anmerkung von dem Nordscheine.

Viertes Hauptstck

Von dem Ursprunge der Monde und den Bewegungen der Planeten um die Achse. Der Stoff zu Erzeugung der Monde war in der Sphre, daraus der Planet die Theile zu seiner eignen Bildung sammlete, enthalten. Ursache der Bewegung dieser Monde mit allen Bestimmungen. Woher nur die grossen Planeten Monde haben. Von der Achsendrehung der Planeten. Ob der Mond ehedem eine schnellere gehabt habe? Ob die Geschwindigkeit der Umwlzung der Erde sich vermindere? Von der Stellung der Achse der Planeten gegen den Plan ihrer Kreise. Verrckung ihrer Achse.

Fnftes Hauptstck

Von dem Ursprunge des Saturnusringes und der Berechnung seiner tglichen Umdrehung aus den Verhltnissen desselben. Erster Zustand des Saturns mit der Beschaffenheit eines Kometen verglichen. Bildung eines Ringes aus den Theilchen seiner Atmosphre vermittelst der von seinem Umschwunge eingedrckten Bewegungen. Bestimmung der Zeit seiner Achsendrehung nach dieser Hypothese. Betrachtung der Figur des Saturns. Von der sphroidischen Abplattung der Himmelskrper berhaput. Nherere Bestimmung der Beschaffenheit dieses Ringes. Wahrscheinliche Vermuthung neuer Endeckungen. Ob die Erde vor der Sndfluth nicht einen Ring gehabt habe?

Sechtes Hauptstck

Von dem Zokiakallichte.

Siebentes Hauptstck

Von der Schpfung im ganzen Umfange ihrer Unendlichkeit sowohl dem Raume als der Zeit nach. Ursprung eines grossen Systems der Fixsterne. Centralkrper im Mittelpunkte des Sternensystems. Unendlichkeit der Schpfung. Allgemeine systematische Beziehung in ihrem ganzen Inbegriffe. Centralkrper der ganzen Natur. Successive Fortsetzung der Schpfung in aller Unendlichkeit der Zeiten und Rume durch unaufhrliche Bildung neuer Welten. Betrachtung ber das Chaos der ungebildeten Natur. Allmhlicher Verfall und Untergang des Weltbaues. Wohlanstndigkeit eines sochen Begriffes. Wiedererneuerung der verfallenen Natur.

Zugabe zum siebenten Hauptstck

Allgemeine Theorie und Geschichte der Sonne berhaupt. Woher der Centralkrper eines Weltbaues ein feuriger Krper ist. Nhere Betrachtung seiner Natur. Gedanken von den Vernderungen der ihn umgebenden Luft. Erlschung der Sonnen. Naher Anblick ihrer Gestalt. Meinung des Herrn Wright von dem Mittelpunkte der ganzen Natur. Verbesserung derselben.

Achtes Hauptstck

Allgemeiner Beweis von der Richtigkeit einer mechanischen Lehrverfassung der Einrichtung des Weltbaues berhaupt, insonderheit von der Gewissheit der gegenwrtigen. Die wesentlich Fhigkeit der Naturen der Dinge, sich von selber zur Ordnung und Vollkommenheit zu erheben, ist der schnste Beweis des Daseins Gottes. Vertheidigung gegen den Vorwurf des Naturalismus.

Die Verfassung des Weltbaues ist einfach und nicht ber die Krfte der Natur gesetzt. Analogien, die den mechanischen Ursprung der Welt mit Gewissheit bewhren. Eben dasselbe aus den Abweichungen bewiesen. Die Anfhrung einter unmittelbaren gttlichen Anordnung thut diesen Fragen kein Gnge. Schwierigkeit, die den Newton bewog, den mechanischen Lehrbegriff aufzugeben. Auflsung dieser Schwierigkeit. Das vorgetragene System ist das einzige Mittel unter allen mglichen, beiderseitigen Grnden ein Gnge zu leisten. Wird ferner durch das Verhltniss der Dichtigkeit der Planeten, ihrer Massen, der Zwischenrume ihres Abstandes und den stufenartigen Zusammenhang ihrer Bestimmungen erwiesen. Die Bewegungsgrnde der Wahl Gottes bestimmen diese Umstnde nicht unmittelbar. Rechtfertigung in Ansehung der Religion. Schwierigkeiten, die sich bei einer Lehrverfassung von der unmittelbaren gttlichen Anordnung hervorthun.

Dritter Theil

Enthlt eine Vergleichung zwischen den Einwohnern der Gestirne

Ob alle Planeten bewohnt seien? Ursache daran zu zweifeln. Grund der physischen Verhltnisse zwischen den Bewohnern verschiedener Planeten. Betrachung des Menschen. Ursachen der Unvollkommenheit seiner Natur. Natrliches Verhltniss der krperlichen Eigenschaften der belebten Creaturen nach ihrem verschiedenen Abstande von der Sonne. Folgen dieses Verhltnisses auf ihre geistige Fhigkeiten. Vergleichung der denkenden Naturen auf verschiedenen Himmelskrpern. Besttigung aus gewissen Umstnden ihrer Wohnpltze. Fernerer Beweis aus den Anstalten der gttlichen Vorsehung, die zu ihrem Besten gemacht sind. Kurze Ausschweifung.

Beschluss

Die Begebenheiten des Menschen in dem knftigen Leben.

 .     -  !


, , .

" " , -, , , "", -, " " - , "-", , , , .

" ", , "" , ( , , , - ), 100% , "-" "", " ". FAQ .


 18.11.2017 - 23:27: - Conscience -> - _.
05.10.2017 - 11:03: - Conscience -> - _.
04.10.2017 - 15:26: - Economy and Finances -> - _.
04.10.2017 - 05:02: - Chatter -> "" "" - _.
03.10.2017 - 18:16: , , - Upbringing, Inlightening, Education -> .. - _.
03.10.2017 - 07:42: , , - Upbringing, Inlightening, Education -> - _.
03.10.2017 - 07:24: - Outside Quotings -> - _.
03.10.2017 - 05:48: - Chatter -> WHO IS WHO - - _.
02.10.2017 - 19:04: - Astrophysics -> C/2014 Q2 Lovejoy - _.
02.10.2017 - 14:57: - Conscience -> . ? - _.
01.10.2017 - 13:58: - Chatter -> - _.
01.10.2017 - 07:23: - Conscience -> - _.
Bourabai Research Institution home page

   - Bourabai Research Bourabai Research Institution