Immanuel Kant

Allgemeine Naturgeschichte und Theorie Des Himmels

Vorrede

Ich habe einen Vorwurf gewhlt, welcher sowohl von Seiten seiner innern Schwierigkeit, als auch in Ansehung der Religion einen grossen Theil der Leser gleich anfnglich mit einem nachtheiligen Vorurtheile einzunehmen vermgend ist. Das Systematische, welches die grossen Glieder der Schpfung in dem ganzen Umfange der Unendlichkeit verbindet, zu entdecken, die Bildung der Weltkrper selber und den Ursprung ihrer Bewegungen aus dem ersten Zustande der Natur durch mechanische Gesetze herzuleiten: solche Einsichten scheinen sehr weit die Krfte der menschlichen Vernunft zu berschreiten. Von der andern Seite droht die Religion mit einer feierlichen Anklage ber die Verwegenheit, da man der sich selbst berlassenen Natur solche Folgen beizumessen sich erkhnen darf, darin man mit Recht die unmittelbare Hand des hchsten Wesens gewahr wird, und besorgt in dem Vorwitz solcher Betrachtungen eine Schutzrede des Gottesleugners anzutreffen. Ich sehe alle diese Schwierigkeiten wohl und werde doch night kleinmthig. Ich empfinde die ganze Strke der Hindernisse, die sich entgegen setzen, und verzage doch nicht. Ich habe auf eine geringe Vermuthung eine gefhrliche Reise gewagt und erblicke schon die Vorgebrge neuer Lnder. Diejenigen, welche die Herzhaftigkeit haben die Untersuchung fortzusetzen, werden sie betreten und das Vergngen haben, selbige mit ihrem Namen zu bezeichnen.

Ich habe nicht eher den Anschlag auf diese Unternehmung gefasst, als bis ich mich in Ansehung der Pflichten der Religion in Sicherheit gesehen habe. Mein Eifer ist verdoppelt worden, als ich bei jedem Schritte die Nebel sich zerstreuen sah, welche hinter ihrer Dunkelheit Ungeheuer zu verbergen schienen und nach deren Zertheilung die Herrlichkeit des hchsten Wesens mit dem lebhaftesten Glanze hervorbrach. Da ich diese Bemhungen von aller Strflichkeit frei weiss, so will ich getreulich anfhren, was wohlgesinnte oder auch schwache Gemther in meinem Plane anstssig finden knnen, und bin bereit es der Strenge des rechtglubigen Areopagus mit einer Freimthigkeit zu unterwerfen, die das Merkmaal einer redlichen Gesinnung ist. Der Sachwalter des Glauben mag demnach zuerst seine Grnde hren lassen.

Wenn der Weltbau mit aller Ordnung und Schnheit nur eine Wirkung der ihren allgemeinen Bewegungsgesetzen berlassenen Materie ist, wenn die blinde Mechanik der Naturkrfte sich aus dem Chaos so herrlich zu entwickeln weiss und zu solcher Vollkommenheit von selber gelangt: so ist der Beweis des gttlichen Urhebers, den man aus dem Anblicke der Schnheit des Weltgebudes zieht, vllig entkrfatet, die Natur ist sich selbst genugsam, die gttliche Regierung ist unnthig, Epikur lebt mitten im Christenthume wieder auf, und eine unheilige Weltweisheit tritt den Glauben unter die Fsse, welcher ihr ein helles Licht darreicht, sie zu erleuchten.

Wenn ich diesen Vorwurf gegrndet fnde, so ist die berzeugung, die ich von der Unfehlbarkeit gttlicher Wahrheiten habe, bei mir so vermgend, dass ich alles, was ihnen widerspricht, durch sie fr gnugsam widerlegt halten und verwerfen wrde. Allein eben die bereinstimmung, die ich zwischen meinem System und der Religion antreffe, erhebt meine Zuversicht in Ansehung aller Schwierigkeiten zu einer unerschrockenen Gelassenheit.

Ich erkenne den ganzen Werth derjenigen Beweise, die man aus der Schnheit und vollkommenen Anordnung des Weltbaues zur Besttigung eines hchstweisen Urhebers zieht. Wenn man nicht aller berzeugung muthwillig widerstrebt, so muss man so unwidersprechlichen Grnden gewonnen geben. Allein ich behaupte: dass die Vertheidiger der Religion dadurch, dass sie sich dieser Grnde auf eine schlechte Art bedienen, den Streit mit den Naturalisten verewigen, indem sie ohne Noth denselben eine schwache Seite darbieten.

Man ist gewohnt die bereinstimmungen, die Schnheit, die Zwecke und eine vollkommene Beziehung der Mittel auf dieselbe in der Natur zu bemerken und herauszustreichen. Allein indem man die Natur von dieser Seite erhebt, so sucht man sie andererseits wiederum zu verringern. Diese Wohlgereimheit, sagt man, ist ihr fremd, sie wrde, ihren allgemeinen Gesetzen berlassen, nichts als Unordnung zuwege bringen. Die bereinstimmungen zeigen eine fremde Hand, die eine von aller Regelmssigkeit verlassene Materie in einen weisen Plan zu zwingen gewusst hat. Allein ich antworte: wenn die allgemeinen Wirkungsgesetze der Materie gleichfalls eine Folge aus dem hchste Entwurfe sind, so knnen sie vermuthlich keine andere Bestimmungen haben, als die den Plan von selber zu erfllen trachten, den die hchste Weisheit sich vorgesetzt hat; oder wenn dieses nicht ist, sollte man nicht in Versuchung gerathen zu glauben, dass wenigstens die Materie und ihre allgemeine Gesetze unabhngig wren, und dass die hchstweise Gewalt, die sich ihrer so rhmlichst zu bedienen gewusst hat, zwar gross, aber doch nicht unendlich, zwar mchtig, aber doch nich allgenugsam sei?

Der Vertheidiger der Religion besorgt: dass diejenigen bereinstimmungen, die sich aus einem natrlichen Hang der Materie erklren lassen, die Unabhngigkeit der Natur von der gttlichen Vorsehung beweisen drften. Er gesteht es nicht undeutlich: dass, wenn man zu aller Ordnung des Weltbaues natrliche Grnde entdecken kann, die dieselbe aus den allgemeinsten und wesentlichen Eigneschaften der Materie zu Stande bringen knnen, so sei es unnthig sich auf eine oberste Regierung zu berufen. Der Naturalist findet seine Rechnung dabei, diese Voraussetzung nicht zu bestreiten. Er treibt aber Beispiele auf, die die Fruchtbarkeit der allgemeinen Naturgesetze an vollkommen schnen Folgen beweisen, und bringt den Rechtglubigen durch solche Grnde in gefahr, welche in dessen Hnden zu unberwindlichen Waffen werden knnten. Ich will Beispiele anfhren. Man hat schon mehrmals es als eine der deutlichsten Proben einer gtigen Vorsorge, die fr die Menschen wacht, angefhrt: dass in dem heissesten Erdstriche die Seewinde gerade zu einer solchen Zeit, da das erhitzte Erdreich am meisten ihrer Abkhlung bedarf, gleichsam gerufen ber das Land streichen und es erquicken. Z. E. In der Insel Jamaica, so bald die Sonne so hoch gekommen ist, dass sie die empfindlichste Hitze auf das Erdreich wirft, gleich nach 9 Uhr Vormittags, fngt sich an aus dem Meer ein Wind zu erheben, der von allen Seiten ber das Land weht; seine Strke nimmt nach dem Masse zu, als die Hhe der Sonne zunimmt. Um 1 Uhr Nachmittages, da es natrlicher Weise am heissesten ist, ist er am heftigsten und lsst wieder mit der Erniedrigung der Sonne allmhlig nach, so dass gegen Abend eben die Stille als beim Aufgange herrscht. Ohne diese erwnschte Einrichtung wrde diese Insel unbewohnbar sein. Eben diese Wohlthat geniessen all Ksten der Lnder, die im heissen Erdstriche liegen. Ihnen ist es auch am nthigsten, weil sie, da sie die niedrigsten Gegenden des trockenen Landes sind, auch die grosste Hitze erleiden; denn die hher im Lande befindliche Gegenden, dahin dieser Seewind nicht reicht, sind seiner auch weniger benthigt, weil ihre hhere Lage sie in eine khlere Luftgegend versetzt. Ist dieses nicht alles schn, sind es nicht sichtbare Zwecke, die durch klglich angewandte Mittel bewirkt worden? Allein zum Widerspiel muss der Naturalist die natrlichen Ursachen davon in den allgemeinsten Eigenschaften der Luft antreffen, ohne besondere Veranstaltungen deswegen vermuthen zu drfen. Er bemerkt mit Recht, dass diese Seewinde solche periodische Bewegungen anstellen mssen, wenn gleich kein Mensch auf solcher Insel lebte, und zwar durch keine andere Eigenschaft, als die der Luft auch ohne Absicht auf diesen Zweck bloss zum Wachsthum der Pflanzen unentbehrlich vonnthen ist, nmlich durch ihre Elasticitt und Schwere. Die Hitze der Sonne hebt das Gleichgewicht der Luft auf, indem sie diejenige verdnnt, die ber dem Lande ist, und dadurch die khlere Meersluft veranlasst, sie aus ihrer Stelle zu heben und ihren Platz einzunehmen.

Was fr einen Nutzen haben nicht die Winde berhaupt zum Vortheile der Erdkugel, und was fr einen Gebrauch macht nicht der Menschen Scharfsinnigkeit aus denselben! Indessen waren keine andere Einrichtungen nthig, sie hervorzubringen, als dieselbe allgemeine Beschaffenheit der Luft und Wrme, welche auch unangesehen dieser Zwecke auf der Erde befindlich sein mssten.

Gebt ihr es, sagt allhier der Freigeist, zu, dass, wenn man ntzliche und auf Zwecke abzielende Verfassungen aus den allgemeinsten und einfachsten Naturgesetzen herleiten kann, man keine besondere Regierung einer obersten Weisheit nthig habe: so sehet hier Beweise, die euch auf eurem eigenen Gestndnisse ertappen werden. Die ganze Natur, vornehmlich die unorganisirte, ist voll von solchen Beweisen, die zu erkennen geben, dass die sich selbst durch die Mechanik ihrer Krfte bestimmende Materie eine gewisse Rightigkeit in ihren Folgen habe und den Regeln der Wohlanstndigkeit ungezwungen genug thue. Wenn ein Wohlgesinnter, die gute Sache der Religion zu retten, diese Fhigkeit der allgemeinen Naturgesetze bestreiten will, so wird er sich selbst in Verlegenheit setzen und dem Unglauben durch eine schlechte Vertheidigung Anlass zu triumphiren geben.

Allein lasst uns sehen, wie diese Grnde, die man in den Hnden der Gegner als schdich befrchtet, vielmehr krftige Waffen sind, sie zu bestreiten. Die nach ihren allgemeinsten Gesetzen sich bestimmende Materie bringt durch ihr natrliches Betragen, oder, wenn man es so nennen will, durch eine blinde Mechanik anstndige Folgen hervor, die der Entwurf einer hchsten Weisheit zu sein scheinen. Luft, Wasser, Wrme erzeugen, wenn man sie sich selbst berlassen betrachtet, Winde und Woken, Regen, Strme, welche die Lnder befeuchten, und alle die ntzliche Folgen, ohne welche die Natur traurig, de und unfruchtbar bleiben msste. Sie bringen aber diese Folgen nicht durch ein blosses Ungefhr, oder durch einen Zufall, der eben so leicht nachtheilig htte ausfallen knnen, hervor, sondern man sieht: dass sie durch ihre natrliche Gesetze eingeschrnkt sind auf keine andere als diese Weise zu wirken. Was soll man von dieser bereinstimmung denn gedenken? Wie wre es wohl mglich, dass Dinge von verschiedenen Naturen in Verbindung mit einander so vortreffliche bereinstimmungen und Schnheiten zu bewirken trachten sollten, sogar zu Zwecken solcher Dinge, die sich gewissermassen ausser dem Umfange der todten Materie befinden, nmlich zum Nutzen der Menschen und Thiere, wenn sie nicht einen gemeinschaftlichen Ursprung erkennten, nmlich einen unendlichen Verstand, in welchem aller Dinge wesentliche Beschaffenheiten beziehend entworfen worden? Wenn ihre Naturen fr sich und unabhngig nothwendig wren, was fr ein erstaunliches Ungefhr, oder vielmehr was fr eine Unmglichkeit wrde es nicht sein, dass sie mit ihren natrlichen Bestrebungen sich gerade so zusammen passen sollten, als eine berlegte kluge Wahl sie htte vereinbaren knnen.

Nunmehr mache ich getrost die Anwendung auf mein gegenwrtiges Unterfangen. Ich nehme die Materie aller Welt in einer allgemeinen Zerstreuung an und mache aus derselben ein vollkommenes Chaos. Ich sehe nach den ausgemachten Gesetzen der Attraction den Stoff sich bilden und durch die Zurckstossung ihre Bewegung modificiren. Ich geniesse das Vergngen ohne Beihlfe willkrlicher Dichtungen unter der Veranlassung ausgemachter Bewegungsgesetze sich ein wohlgeordnetes Ganze erzeugen zu sehen, welches demjenigen Weltsystem so hnlich sieht, das wir vor Augen haben, dass ich mich nicht entbrechen kann es fr dasselbe zu halten. Diese unerwartete Auswickelung der Ordnung der Natur im Grossen wird mir anfnglich verdchtig, da sie auf so schlechtem und einfachem Grunde eine so zusammengesetzte Richtigkeit grndet. Ich belehre mich endlich aus der vorher angezeigten Betrachtung: dass eine solche Auswickelung der Natur nicht etwas Unerhrtes an ihr ist, sondern dass ihre wesentlich Bestrebung solche nothwendig mit sich bringt, und dass dieses das herrlichste Zeugniss ihrer Abhngigkeit von demjenigen Urwesen ist, welches sogar die Quelle der Wesen selber und ihrer ersten Wirkungsgesetze in sich hat. Diese Einsicht verdoppelt mein Zutrauen auf den Entwurf, den ich gemacht habe. Die Zuversicht vermehrt sich bei jedem Schritte, den ich mit Fortgang weiter setze, und meine Kleinmthigkeit hrt vllig auf.

Aber die Vertheidigung deines Systems, wird man sagen, ist zugleich die Vertheidigung der Meinungen des Epikurs, welche damit die grsste hnlichkeit haben. Ich will nicht vllig alle bereinstimmung mit demselben ablehnen. Viele sind durch den Schein solcher Grnde zu Atheisten geworden, welche bei genauerer Erwgung sie von der Gewissheit des hchsten Wesens am krftigsten htten berzeugen knnen. Die Folgen, die ein verkehrter Verstand aus untadelhaften Grundstzen zieht, sind fters sehr tadelhaft, und so waren es auch die Schlsse des Epikurs, unerachtet sein Entwurf der Scharfsinnigkeit eines grossen Geistes gemss war.

Ich werde es also nicht in Abrede sein, dass die Theorie des Lucrez oder dessen Vorgnger, des Epikurs, Leucipps, und Demokritus, mit der meinigen viele hnlichkeit habe. Ich setze den ersten Zustand der Natur, so wie jene Weltweise in der allgemeinen Zerstreuung des Urstoffs aller Weltkrper, oder der Atomen, wie sie bei jenen genannt werden. Epikur setzte eine Schwere, die diese elementarische Theilchen zum Sinken trieb, und dieses scheint von der Newtonischen Anziehung, die ich annehme, nicht sehr verschieden zu sein; er gab ihnen auch eine gewisse Abweichung von der geradlinichten Bewegung des Falles, ob er gleich in Ansehung der Ursache derselben und ihrer Folgen ungereimte Einbildungen hatte: diese Abweichung kommt einigermassen mit der vernderung der geradlinichten Senkung, die wir aus der Zurckstossungskraft der Theilchen herleiten, berein; endlich waren die Wirbel, die aus der verwirrten Bewegung der Atomen entstanden, ein Hauptstck in dem Lehrbegriffe des Leucipps und Demokritus, und man wird sie auch in dem unsrigen antreffen. So viel Verwandtschaft mit einer Lehrverfassung, die die wahre Theorie der Gottesleugnung im Alterthum war, zieht indessen die meinige dennoch nicht in die Gemeinschaft ihrer Irrthmer. Auch in den allerunsinnigsten Meinungen, welche sich bei den Menschen haben Beifall erwerben knnen, wird man jederzeit etwas Wahres bemerken. Ein falscher Grundsatz oder ein paar unberlegte Verbindungsstze leiten den Menschen von dem Fusssteige der Wahrheit durch unmerkliche Abwege bis in den Abgrund. Es bleibt unerachtet der angefhrten hnlichkeit dennoch ein wesentlicher Unterschied zwischen der alten Kosmogonie und der gegenwrtigen, um aus dieser ganz engegengesetzte Folgen ziehen zu knnen.

Die angefhrten Lehrer der mechanischen Erzeugung des Weltbaues leiteten alle Ordnung, die sich an demselben wahrnehmen lsst, aus dem ungefhren Zufalle her, der die Atomen so glcklich zusammentreffen liess, dass sie ein wohlgeordnetes Ganze ausmachten. Epikur war gar so unverschmt, dass er verlangte, die Atomen wichen von ihrer geraden Bewegung ohne alle Ursache ab, um einander begegnen zu knnen. Alle insgesammt trieben diese Ungereimtheit so weit, dass sie den Ursprung aller belebten Geschpfe eben diesem blinden Zusammenlauf beimassen und die Vernunft wirklich aus der Unvernunft herleiteten. In meiner Lehrverfassung hingegen finde ich die Materie an gewisse nothwendige Gesetze gebunden. Ich sehe in ihrer gnzlichen Auflsung und Zerstreuung ein schnes und ordentliches Ganze sich ganz natrlich daraus entwickeln. Es geschieht diese nicht durch einen Zufall und von ungefhr, sondern man bemerkt, dass natrliche Eigenschaften es nothwendig also mit sich bringen. Wird man hiedurch nicht bewogen zu fragen: warum musste denn die Materie gerade solche Gesetze haben, die auf Ordnung und Wohlanstndigkeit abzwecken? War es wohl mglich, dass viele Dinge, deren jedes seine von dem andern unabhngige Natur hat, einander von selber gerade so bestimmen sollten, dass ein wohlgeordnetes Ganze daraus entspringe, und wenn sie dieses thun, giebt es nicht einen unleugbaren Beweis von der Gemeinschaft ihres ersten Ursprungs ab, der ein allgenungsamer hchster Verstand sein muss, in welchem die Naturen der Dinge zu vereinbarten Absichten entworfen worden?

Die Materie, die der Urstoff aller Dinge ist, ist also an gewisse Gesetze gebunden, welchen sie frei berlassen nothwendig schne Verbindungen hervorbringen muss. Sie hat keine Freiheit von diesem Plane der Vollkommenheit abzuweichen. Da sie also sich einer hchst weisen Absicht unterworfen befindet, so muss sie nothwendig in solche bereinstimmende Verhltnisse durch eine ber sie herrschende erste Ursache versetzt worden sein, und es ist ein Gott eben deswegen, weil die Natur auch selbst im Chaos nicht anders als regelmssig und ordentlich verfahren kann.

Ich habe so viel gute Meinung von der redlichen Gesinnung derjenigen, die diesem Entwurfe die Ehre thun, ihn zu prfen, dass ich mich versichert halte, die angefhrte Grnde werden, wo sie noch nicht alle Besorgniss schdlicher Folgen von meinem System aufheben knnen, dennoch wenigstens die Lauterkeit meiner Absicht ausser Zweifel setzen. Wenn es dem ungeachtet boshafte Eiferer giebt, die es fr eine wrdige Pflicht ihres heiligen Berufs halten, den unschuldigsten Meinungen schdliche Auslegungen anzuheften, so bin ich versichert, dass ihr Urtheil bei Vernnftigen gerade die entgegengesetzte Wirkung ihrer Absicht hat. Man wird mich brigens des Rechts nicht berauben, das Cartesius, als er die Bildung der Weltkrper aus blos mechanischen Gesetzen zu erkren wagte, bei billigen Richtern jederzeit genossen hat. Ich will deswegen die Verfasser der Allgemeinen Welthistorie anfhren: "Indessen knnen wir nicht anders als glauben: dass der Versuch dieses Weltweisen, der sich bemht die Bildung der Welt in gewisser Zeit aus wster Materie durch die blosse Fortsetzung einer einmal eingedrckten Bewegung zu erklren, und solches auf einige wenige leichte und allgemeine Bewegungsgesetze gebracht, so wenig als anderer, die seit dem mit mehrerem Beifall eben das versucht haben aus den ursprnglichen und anerschaffenen Eigenschaften der Materie zu thun, strafbar oder Gott verkleinerlich sei, wie sich manche eingebildet haben, indem dadurch vielmehr ein hherer Begriff seiner unendlichen Weisheit verursacht wird."

Ich habe die Schwierigkeiten, die von Seiten der Religion meine Stze zu bedrohen schienen, hinweg zu rumen gesucht. Es giebt einige nicht geringere in Ansehung der Sache selber. Wenn es gleich wahr ist, wird man sagen, dass Gott in die Krfte der Natur eine geheime Kunst gelegt hat, sich aus dem Chaos von selber zu einer vollkommenen Weltverfassung auszubilden, wird der Verstand des Menschen, der bei den gemeinsten Gegenstnden so bld ist, in so grossem Vorwurfe die verborgene Eigenschaften zu erforschen vermgend sein? Ein solches Unterfangen heisst eben so viel, als wenn man sagte: Gebt mir nur Materie, ich will euch eine Welt daraus bauen. Kann dich die Schwche deiner Einsichten, die an den geringsten Dingen, welche deinen Sinnen tglich und in her Nhe vorkommen, zu schanden wird, nicht lehren: dass es vergeblich sei, das Unermessliche und das, was in der Natur vorging, ehe noch eine Welt war, zu entdecken? Ich vernichte diese Schwierigkeit, indem ich deutlich zeige, dass eben diese Untersuchung unter allen, die in der Naturlehre aufgeworfen werden knnen, diejenige sei, in welcher man am leichtesten und sichersten bis zum Ursprunge gelangen kann. Eben so wie unter allen Aufgaben der Naturforschung keine mit mehr Richtigkeit und Gewissheit aufgelset worden, als die wahre Verfassung des Weltbaues im Grossen, die Gesetze der Bewegungen und das innere Triebwerk der Umlufe aller Planeten, als worin die Newtonische Weltweisheit solche Einsichten gewhren kann, dergleichen man sonst in keinem Theile der Weltweisheit antrifft: eben also, behaupte ich, sei unter allen Naturdingen, deren erste Ursache man nachforscht, der Ursprung des Weltsystems und die Erzeugung der Himmelskrper sammt den Ursachen ihrer Bewegungen dasjenige, was man am ersten grndlich und zuverlssig einzusehen hoffen darf. Die Ursache hievon ist leicht zu ersehen. Die Himmelskrper sind rund Massen, also von der einfachsten Bildung, die ein Krper, dessen Ursprung man sucht, nur immer haben kann. Ihre Bewegungen sind gleichfalls unvermischt. Sie sind nichts als eine freie Fortsetzung eines einmal eingedrckten Schwunges, welcher, mit der Attraction des Krpers im Mittelpunkte verbunden, kreisfrmicht wird. berdem ist der Raum, darin sie sich bewegen, leer, die Zwischenweiten, die sie von einander absondern, ganz ungemein gross und also alles sowohl zur unverwirrten Bewegung, als auch deutlichen Bemerkung derselben auf das deutlichste aus einander gesetzt. Mich dnkt, man knne hier in gewissem Verstande ohne Vermessenheit sagen: Gebet mir Materie, ich will eine Welt daraus bauen! Das ist, gebet mir Materie, ich will euch zeigen, wie eine Welt daraus entstehen soll. Denn wenn Materie vorhanden ist, welche mit einer wesentlichen Attractionskraft begabt ist, so ist es nicht schwer diejenigen Ursachen zu bestimmen, die zu der Einrichtung des Weltsystems, im Grossen betrachtet, haben beitragen knnen. Man weiss, was dazu gehrt, dass ein Krper eine kugelrunde Figur erlange, man begreift, was erfordert wird, dass frei schwebende Kugeln eine kreisfrmige Bewegung um den Mittelpunkt anstellen, gegen den sie gezogen werden. Die Stellung der Kreise gegeneinander, die bereinstimmung der Richtung, die Excentricitt, alles kann auf die einfachsten mechanischen Ursachen gebracht werden, und man darf mit Zuversicht hoffen sie zu entdecken, weil sie aus die leichtesten und deutlichsten Grnde gesetzt werden knnen. Kann man aber wohl von den geringsten Pflanzen oder Insect sich solcher Vortheile rhmen? Ist man im Stande zu sagen: Gebt mir Materie, ich will euch zeigen, wie eine Raupe erzeugt werden knne? Bleibe man hier nicht bei dem ersten Schritte aus Unwissenheit der wahren innern Beschaffenheit des Objects und der Verwickelung der in demselben vorhandenen Mannigfaltigkeit stecken? Man darf es sich also nicht befremden lassen, wenn ich mich unterstehe zu sagen: dass eher die Bildung aller Himmelskrper, die Ursache ihrer Bewegungen, kurz, der Ursprung der ganzen gegenwrtigen Verfassung des Weltbaues werde knnen eingesehen werden, ehe die Erzeugung eines einzigen Krauts oder einer Raupe aus mechanischen Grnden deutlich und vollstndig kund werden wird.

Dieses sind die Ursachen, worauf ich meine Zuversicht grnde, dass der physische Theil der Weltwissenschaft knftighin noch wohl eben die Vollkommenheit zu hoffen habe, zu der Newton die mathematische Hlfte derselben erhoben hat. Es sind nchst den Gesetzen, nach welchen der Weltbau in der Verfassung, darin er ist, besteht, vielleicht keine anderen in der ganzen Naturforschung solcher mathematischen Bestimmungen fhig, als diejenigen, nach welcher er entstanden ist, und ohne Zweifel wrde die Hand eines versuchten Messknstlers hier nicht unfruchtbare Felder bearbeiten.

Nachdem ich den Vorwurf meiner Betrachtung einer gnstigen Aufnahme zu empfehlen mir habe angelegen sein lassen: so wird man mir erlauben, mich wegen der Art, nach der ich ihn abgehandelt habe, krzlich zu erklren. Der erste Theil geht mit einem neuen System des Welgebudes im Grossen um. Herr Wright von Durham, dessen Abhandlung ich aus den Hamburgischen freien Urtheilen vom Jahr 1751 habe kennen lernen, hat mir zuerst Anlass gegeben, die Fixsterne nicht als ein ohne sichtbare Ordnung zerstreutes Gewimmel, sondern als ein System anzusehen, welches mit einem planetischen die grsste hnlichkeit hat, so dass, gleichwie in diesem die Planeten sich einer gemeinschaftlichen Flche sehr nahe befinden, also auch die Fixsterne sich in ihren Lagen auf eine gewisse Flche, die durch den ganzen Himmel muss gezogen gedacht werden, so nahe als mglich beziehen und durch ihre dichteste Hufung zu derselben denjenigen lichten Streif darstellen, welcher die Milchstrasse genannt wird. Ich habe mich vergewissert, dass, weil diese von unzhligen Sonnen erleuchtete Zone sehr genau die Richtung eines grssten Zirkels hat, unsere Sonne sich dieser grossen Beziehungsflche gleichfalls sehr nahe befinden msse. Indem ich den Ursachen dieser Bestimmung nachgegangen bin, habe ich sehr wahrscheinlich zu sein befunden: dass die sogenannten Fixsterne oder feste Sterne wohl eigentlich langsam bewegte Wandelsterne einer hhern Ordnung sein knnten. Zur Besttigung dessen, was man an seinem Orte von diesem Gedanken antreffen wird, will ich allhier nur eine Stelle aus einer Schrift des Herrn Bradley von der Bewegung der Fixsterne anfhren. "Wenn man aus dem Erfolg der Vergleichung unserer besten jetzigen Beobachtungen mit denen, welche von diesem mit einem ertrglichen Grade der Richtigkeit angestellt worden, ein Urtheil fllen will, so erhellt: dass einige Fixsterne wirklich ihren Stand gegen einander verndert haben und zwar so, dass man sieht, dass diese nicht irgend von einer Bewegung in unserm Planetengebude herrhrt, sondern dass es bloss einer Bewegung der Sterne selber zugeschrieben werden kann. Der Arktur giebt einen Starken Beweis hievon an die Hand. Denn wenn man desselben gegenwrtige Declination mit seinem Orte, wie derselbe sowohl von Tycho als auch von Flammsteed ist bestimmt worden, vergleicht, so wird man finden: dass der Unterschied grsser ist, als man ihn von der Ungewissheit ihrer Beobachtungen herzurhren vermuthen kann. Man hat Ursache zu vermuthen: dass auch andere Exempel von gleicher Beschaffenheit unter der grossen Anzahl der sichtbaren Sterne vorkommen mssen, weil ihre Lagen gegeneinander durch mancherlei Ursachen knnen verndert werden. Denn wenn man sich vorstellt, dass unser eigenes Sonnengebude seinen Ort in Ansehung des Weltraums verndert: so wird dieses nach Verlauf einiger Zeit eine scheinbare Vernderung der Winkelentfernungen der Fixsterne verursachen. Und weil dieses in solchem Falle in die rter der nchesten Sterne einen grsseren Einfluss haben wrde, als in die rter derjenigen, welche weit entfernt sind, so wrden ihre Lagen sich zu verndern scheinen, obgleich die Sterne selbst wirklich unbeweglich blieben. Und wenn im Gegentheil unser eigen Planetengebude stille steht und einige Sterne wirklich eine Bewegung haben: so wird dieses gleichfalls ihre scheinbare Lage verndern und zwar um destomehr, je nher sie bei uns sind, oder je mehr die Richtung der Bewegung so beschaffen ist, dass sie von uns kann wahrgenommen werden. Da nun also die Lagen der Sterne von so mancherlei Ursachen knnen verndert werden, indem man die erstaunlichen Entfernungen, in welchen ganz gewiss einige gelegen sind, betrachtet: so werden wohl die Beobachtungen vieler Menschenalter nthig sein, die Gesetze der scheinbaren Vernderungen auch eines einzigen Sternes zu bestimmen. Viel schwerer muss es also noch sein, die Gegsetze fur alle die merkwrdigsten Sterne festzusetzen."

Ich kann die Grenzen nich genau bestimmen, die zwischen dem System des Herrn Wright und dem meiningen anzutreffen sind, und in welchen Stcken ich seinen Entwurf bloss nachgeahmt, oder weiter ausgefhrt habe. Indessen boten sich mir nach der Hand annehmungswrdige Grnde dar, es auf der einen Seite betrchtlich zu erweitern. Ich betrachtete die Art neblichter Sterne, deren Herr von Maupertuis in der Abhandlung von der Figure der Gestirne gedenkt, und die die Figur von mehr oder weniger offenen Ellipsen vorstellen, und versicherte mich leicht, dass sie nichts anders, als eine Hufung vieler Fixsterne sein knnen. Die jederzeit abgemessene Rundung dieser Figuren belehrte mich, dass hier ein unbegreiflich zahlreiches Sternenheer und zwar um einen gemeinschaftlichen Mittlepunkt msste geordnet sein, weil sonst ihre freie Stellungen gegen einander wohl irregulre Gestalten, aber nicht abgemessene Figuren vorstellen wrden. Ich sah auch ein: dass sie in dem System, darin sie sich vereinigt befinden, vornehmlich auf eine Flche beschrnkt sein mssten, weil sie nicht zirkelrunde, sondern elliptische Figuren abbilden, und dass sie wegen ihres blossen Lichts unbegreiflich weit von uns abstehen. Was ich aus diesen Analogien geschlossen habe, wird die Abhandlung selber der Untersuchung des vorurtheilfreien Lesers darlegen.

In dem zweiten Theile, der den eigentlichsten Vorwurf dieser Abhandlung in sich enthlt, suche ich die Verfassung des Weltbaues aus dem einfachsten Zustande dur Natur bloss durch mechanische Gesetze zu entwickeln. Wenn ich mich unterstehen darf denjenigen, die sich ber die Khnheit dieses Unternehmens entrsten, bei der Prfung, womit sie meine Gedanken beehren, eine gewisse Ordnung vorzuschlagen, so wollte ich bitten das achte Hauptstck zuerst durchzulesen, welches, wie ich hoffe, ihre Beurtheilung zu einer richtigen Einsicht vorbereiten kann. Wenn ich indessen den geneigten Leser zur Prfung meiner Meinungen einlade, so besorge ich mit Recht, dass, da Hypothesen von dieser Art gemeiniglich nicht in viel besserem Ansehen, als philosophische Trume stehen, es eine saure Geflligkeit fr einen Leser ist, sich zu einer sorgfltigen Untersuchung von selbst erdachten Geschichten der Natur zu entschliessen und dem Verfasser durch alle die Wendungen, dadurch er den Schwierigkeiten, die ihm aufstossen, ausweicht, geduldig zu folgen, um vielleicht am Ende, wie die Zuschauer des londonschen Marktschreiers seine eigne Leichtglubigkeit zu belachen. Indessen getraue ich mir zu versprechen: dass, wenn der Leser durch das vorgeschlagene Vorbereitungs Hauptstck hoffentlich wird berredet worden sein, auf so wahrscheinliche Vermuthungen doch ein solches physische Abenteuer zu wagen, er auf dem Fortgange des Weges nicht so viel krumme Abwege und unwegsame Hindernisse, als er vielleicht anfnglich besorgt, antreffen werde.

Ich habe mich in der That mit grsster Behutsamkeit aller willkrlichen Erdichtungen entschlagen. Ich habe, nachdem ich die Welt in das einfachste Chaos versetzt, keine andere Krfte als die Anziehungs- und Zurckstossungskraft zur Enwickelung der grossen Ordnung der Natur angewandt, zwei Krfte, welche beide gleich gewiss, gleich einfach und zugleich gliech ursprnglich und allgemein sind. Beide sind aus der Newtonischen Weltweisheit entlehnt. Die erstere ist ein nunmehr ausser Zweifel gesetztes Naturgesetz. Die zweite, welcher vielleicht die Naturwissenschaft des Newton nicht so viel Deutlichkeit als der ersteren gewhren kann, nehme ich hier nur in demjenigen Verstande an, da sie niemand in Abrede ist, nmlich bei der feinsten Auflsung der Materie, wie z. E. bei den Dnsten. Aus diesen so einfachen Grnden habe ich auf eine ungeknstelte Art, ohne andere Folgen zu ersinnen, als diejenigen, worauf die Aufmerksamkeit des Lesers ganz von selber verfallen muss, das folgended System hergeleitet.

Man erlaube mir schliesslich wegen der Gltigkeit und des angeblichen Werthes derjenigen Stze, die in der folgenden Theorie vorkommen werden und wornach ich sie vor billigen Richtern geprft zu werden wnsche, eine kurze Erklrung zu thun. Man beurtheilt billig den Verfasser nach demjenigen Stempel, den er auf seine Waare drckt; daher hoffe ich, man werde in den verschiedenen Theilen dieser Abhandlung keine strengere Verantwortung meiner Meinungen fordern, als nach Massgebung des Werths, den ich von ihnen selber ausgebe. berhaupt kann die grsste geometrische Schrfe und mathemataische Unfehlbarkeit niemals von einer Abhandlung dieser Art verlangt werden. Wenn das System auf Analogien und bereinstimmungen nach den Regeln der Glaubswrdigkeit und einer richtigen Denkungsart gegrndet ist: so hat es allen Forderungen seines Objects genug gethan. Diesen Grad der Tchtigkeit meine ich in einigen Stcken dieser Abhandlung, als in der Theorie der Fixsternensystemen, in der Hypothese von der Beschaffenheit der neblichten Sterne, in dem allgemeinen Entwurfe von der mechanischen Erzeugungsart des Weltbaues, in der Theorie von dem Saturnsringe und einigen andern erreicht zu haben. Etwas minder berzeugung werden einige besondere Theile der Ausfhrung gewhren, wie z. E. die Bestimmung der Verhltnisse der Excentricitt, die Vergleichung der Massen der Planeten, die mancherlei Abweichungen der Kometen und einige andere.

Wenn ich daher in dem siebenten Hauptstck, durch die Fruchtbarkeit des Systems und die Annehmlichkeit des grssten und wunderwrdigsten Gegenstandes, den man sich nur denken kann, angelockt, zwar stets an dem Leitfaden der Analogie und einer vernnftigen Glaubwrdigkeit, doch mit einiger Khnheit die Folgen des Lehrgebudes so weit als mglich fortsetze; wenn ich das Unendliche der ganzen Schpfung, die Bildung neuer Welten und den Untergang der alten, den unbeschrnkten Raum des Chaos der Einbildungskraft darstelle: so hoffe ich, man werde der reizenden Annehmlichkeit des Objects und dem Vergngen, welches man hat, die bereinstimmung seiner Theorie in ihrer grssten Ausdehnung zu sehen, so viel Nachsicht vergnnen, sie nicht nach der grssten geometrichen Strenge, die ohendem bei dieser Art der Betrachtungen nich statt hat, zu beurtheilen. Eben dieser Billigkeit versehe ich mich in Ansehung des dritten Theiles. Man wird indessen allmal etwas mehr wie bloss Willkrliches, obgleich jederzeit etwas weniger als Ungezweifeltes, in selbigen antreffen.


( 20 )

, ?

. , - - , 120 .

, , , :
- C , 5, - 10
, , .

. , , , , , , , , , , .

, 120 , - , , , . FAQ .


 13.06.2019 - 05:11: - Ecology -> ר - _.
12.06.2019 - 09:05: , - War, Politics and Science -> - _.
11.06.2019 - 18:05: - Experimental Physics -> Ѹ - _.
11.06.2019 - 18:03: , , - Upbringing, Inlightening, Education -> - _.
11.06.2019 - 13:23: , , - Upbringing, Inlightening, Education -> - _.
11.06.2019 - 13:18: , , - Upbringing, Inlightening, Education -> - _.
11.06.2019 - 06:28: - Astrophysics -> 110 - _.
10.06.2019 - 21:23: , , - Upbringing, Inlightening, Education -> - _.
10.06.2019 - 19:27: - Conscience -> - _.
10.06.2019 - 19:24: , - War, Politics and Science -> - _.
10.06.2019 - 19:14: - Conscience -> - _.
10.06.2019 - 08:40: - Economy and Finances -> - _.
Bourabai Research Institution home page

   - Bourabai Research Bourabai Research Institution